Artikel aus der "Mitteldeutschen Zeitung" (Bernburger Lokalseite) vom 28.11.2001
Von Yvonne Falke (Redakteurin)
Abi-Jahrgang 1972
Nach 30 Jahren soll es jetzt ein Wiedersehen geben
Am 25. Mai geht es auch an den "Tatort" im heutigen Carolinum zurück
Es ist schon schwierig genug, ein Klassentreffen zu
organisieren. Wer das schon gemacht hat, weiß, dass man nie
wieder alle ehemaligen Schüler zum Wiedersehen an einen Tisch
bekommt. Dennoch hat sich jetzt eine mutige Gruppe das Ziel
gesetzt, einen ganzen Abiturjahrjang zu einem Treffen zusammen zu
rufen.
Denn im nächsten Sommer liegt es 30 Jahre zurück, dass die
Männer und Frauen ihre Abi-Prüfung an der erweiterten
Oberschule "Karl Marx" in Bernburg hinter sich gelassen
haben. Das waren damals von der 12/1 bis zur 12/6 immerhin sechs
Klassen. Und von den Klassentreffen weiß man, dass es die
Mitschüler seither in alle Winde verschlagen hat.
So trafen sich am letzten Wochenende Christine Saupe, Dr.
Gabriele Weiß, Christel und Detlef Schneider, Harald Berger, Uwe
Henning, Elle Lehnert, Karl-Heinz Pohland und Peter Löbus im
Bernburger Lindencafe zu ersten Vorbereitungen für dass große
Treffen im kommenden Jahr.
Am 25. Mai soll sich der ganze Abiturjahrgang um 14.30 Uhr in der
einstigen Schule, dem heutigen Gymnasium Carolinum, treffen. Denn
natürlich will man nach 30 Jahren die ehemaligen
Unterrichtsräume, "die Aula, die so toll geworden sein
soll" (Karl-Heinz Pohland), die Turnhalle und die
Pausenhöfe, auf denen man einen Schwatz mit den Schülern der
Parallelklassen machte oder nach der Jugendliebe Ausschau hielt,
wiedersehen. Apropos Jugendliebe - manche von denen, die damals
miteinander gingen, so wie Christel und Detlef Schneider, Sylvia
und Gerald Hölemann oder Gudrun und Rüdiger Hammer, sind heute
noch Ehepaare.
Zum Treffen in der Schule machte Gabi Weiß den Vorschlag,
Schilder mit den Namen der Klassen 12/1 bis 12/6 anzufertigen,
damit jeder seien Banknachbarn von einst auch wirklich wieder
entdeckt. Bange vor der Penne braucht nach 30 Jahren keiner zu
haben. Denn ganz gewiss wird man beim Treffen auch nach dem
Schlossberg schauen. Die Runde indes zu laufen soll diesmal eine
jedem frei gestellte Entscheidung sein.
Bei der Tatortbestimmung kommen aber ganz bestimmt wie schon im
kleinen Kreis im Lindencafe alte Sünden, Missetaten,
Sternstunden oder markante Lehrersprüche in Erinnerung. Peter
Löbus jedenfalls fiel die Frage des Zeichenlehrers Karl Görner
" Hat es geläutet?" Und die Feststellung des
Mathe-Lehrers Martin Kersten "Wir bilden hier schließlich
auch Hausfrauen aus" wieder ein.
Nach dem Besuch im Carolinum soll es am 25. Mai zur großen Fete
in die Ausflugsstätte "Paradies" gehen. Hier soll es
dann am Abend auch Musik aus den frühen Siebzigern geben. Peter
Löbus hat die Vermittlung und das Sponsoring einer Revival-Band
übernommen, die Hits eines bekannten Duos aus dieser Zeit
spielt.
Harald Berger indes hat für das Treffen eine spezielle Hompage
entwickelt. Unter www.ha-berger/klasse12 sind im Internet alle
Informationen zum Abi-Jahrgang 1972 abrufbar. Hier können sich
alle Interessenten melden. Dankbar ist die Vorbereitungsgruppe
zudem über Fotos aus der gemeinsamen Schulzeit, sei es vom
11.11., von Klassenausflügen, von der Tanzstunde. Auch
Klassenfotos selbst sind gefragt. Darüber hinaus können sich
die Abiturienten des Jahrgangs `72 an ihre Ansprechpartner
wenden, die in der Vergangenheit die Klassentreffen organisiert
haben.

von links: Ivonne Falke, Detlef Schneider, Harald Berger, Uwe
Henning, Eleonore Lehnert,
Karl-Heinz Pohland, Christel Schneider

von links: Uwe Henning, Eleonore Lehnert, Karl-Heinz Pohland,
Christel Schneider, Christine Saupe,
Gabi Weiß